Ist eine Infrarotheizung umweltfreundlich?

Neben den möglichen Anwendungsgebieten, den unterschiedlichen Typen einer Wärmewellenheizung und den Kosten durch das heizen mit einer Infrarotheizung, ist ein weiterer Punkt immer wieder interessant: Heizen mit Strom – kann das gut für die Umwelt sein? Gehen wir also mal der Frage auf den Grund, ob eine Infrarotheizung umweltfreundlich ist.

Umweltfreundlich durch geringe Emissionen

Beim Betrieb einer Infrarotheizung werden nicht direkt Schadstoffe und Abgase produziert wie das etwa bei einer konventionellen Heizungen (also einem Heizsystem, das Gas oder Öl als Brennstoff nutzt) der Fall ist. Beim Vergleich der Emissionwerte von verschiedenen Heizungstypen erreichen Wärmepumpen und Elektroheizungen das beste Ergebnis, sofern Ökostrom bezogen wird.

Umweltfreundlich im Stromverbrauch

Damit haben wir im letzten Absatz den entscheidenden Punkt schon angesprochen: Ob heizen mit Strom über eine Infrarotheizung umweltfreundlich ist oder nicht, hängt zum Großteil von den Bezugsquellen des Stroms ab. Wenn man Strom aus einem Kohlekraftwerk bezieht, dann kann man hier nicht mehr von einer umweltfreundlichen Heizmethode sprechen. Wenn man dagegen jedoch Ökostrom aus regenerativen Energien bezieht oder den Strombedarf über den selbst erzeugten Strom einer Photovoltaikanlage deckt, der kann sich tatsächlich sicher sein, dass die Infrarotheizung in diesem Fall eine sehr umweltfreundliche Heizmethode ist – sowohl im Neubau, in einem Altbau Gebäude als auch als Zusatzheizung in einem Raum. Als Alternative zu einer Nachtspeicherheizung sparen Sie aber auf jedem Fall Energie ein, da eine Infrarotheizung weniger Strom benötigt. Zur ökologischen Sinnhaftigkeit einer Infrarot Heizung gibt es eine weiterführende Studie der TU Kaiserslautern.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Viele Anwender berichten von einem positiven Effekt auf die Gesundheit. Da keine Luftumwälzung stattfindet und daher auch kein Staub aufgewirbelt wird, ist eine Infrarotheizung besonders für Allergiker interessant. Auch ein weiterer Punkt ist interessant: durch die direkte Erwärmung der Wände kann Schimmel vermieden werden, da die Wand trockengelegt werden kann (hier ist nur anzumerken, dass der Verbrauch deutlich steigen kann, wenn die Feuchtigkeit stets von außen nachdringt).

Die direkte Wärme durch die Infrarotstrahlung hat zudem die gleiche Wirkung wie die Abstrahlung durch ein Kaminfeuer: Die Strahlen erwärmen Körper und Gegenstände. Diese Art der Wärme wird gemeinhin als sehr angenehm empfunden. Durch das Aufwärmen der Körper und die entsprechende Wirkung auf das Wärmeempfinden, kann die Raumtemperatur selbst etwa 2 bis 4 Grad geringer ausfallen. Das senkt nicht nur die Verbrauchskosten, sondern ermöglicht eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit. Trockene Heizungsluft entsteht also nicht. Ein positiver Nebeneffekt am Rande: die Durchblutung wird angeregt. Insgesamt ist eine Infrarotheizung damit nicht nur generell erstmal umweltfreundlich, sondern auch prinzipiell förderlich für die Gesundheit.

Wenn Sie Interesse an einer weitergehenden Beratung zu elektrischen Heizsystemen oder einem Kontakt zu Fachbetrieben und Herstellern von Infrarotheizungen interessiert sind, dann können Sie hier einfach und unverbindlich Kontakt aufnehmen.