Wie funktioniert eine Infrarotheizung?

Während koventionelle, wasserführende Heizung die Luft erwärmt und auf dem Kovektionsprinzip (also der Luftumwälzung) beruht, funktioniert eine Infrarotheizung nach einem anderen Prinzip: Elektrische Infrarotheizungen senden elektromagnetische Wellen (Infrarotstrahlen) aus, die Energie transportieren. Treffen die Strahlen auf Gegenstände, Personen oder feste Oberflächen, wandelt sich die Energie in Wärme um. Der erwärmte Körper oder Gegenstand strahlt die Energie weiter. So findet ein steter gegenseitiger Strahlungsaustausch statt. Strahlungsflächen im Wohnraum sind demnach nicht nur die Heizflächen der Wandheizung, sondern auch Wände, Decken, Möbel, Fenster, Türen und natürlich auch Mensch und Tier. Da nicht die Luft erwärmt wird, gibt es auch keine Luftwirbel oder ein Luftzug.

In diesem Video von Redwell wird die Funktionsweise einer Infrarotheizung sehr schön dargestellt:

Die Grundlage der Funktion der Infrarotheizung ist die Umwandlung elektrischer Energie in Infrarot Strahlungswärme. Diese Unwandlung folgt dem Prinzip der Wärmewellenverteilung. Eine Infrarotheizung gibt also Infrarotstrahlung in einem relativ breiten Spektrum ab – je nach Typ des Strahlers strahlen die Heizkörper selbst auch von dunkelrot über hellrot bis gar nicht sichtbar. Die Gegenstände im Raum werden durch die Kombination des Infrarotlichtes und der Wärmewellen gleichmäßig erwärmt. Ein Großteil der infraroten Strahlung wird dabei absorbiert, ein kleinerer Teil reflektiert. Insgesamt liegt der als Wärmeenergie abgegebene Strahlungsanteil bei über 50 Prozent.

Die Wärmeentwicklung lässt sich am besten mit der Wärme vergleichen, die vom Sonnenlicht oder einem Kaminofen bzw. einer offenen Feuerquelle ausgeht. In der Regel geht man davon aus, dass eine Infrarotheizung mit 60kw Leistung ausreicht, um einen Quadratmeter gleichmäßig zu erwärmen. Wie groß die Infrarotheizung bei Ihnen dimensioniert sein muss, um ordnungsgemäß zu funktionieren, kann ein Fachmann einfach ermitteln.